Ingeborg Funcke, Atemtherapeutin/ - pädagogin
Atemrhythmus  / Lebensrhythmus


 

Atem ist Leben, und nichts auf der Welt ist so nahe am Leben wie der Atem.

Dieser Atem, der zu erfahren ist, wendet sich an das Heile, das in jedem Menschen vorhanden ist. Nicht die Erkrankung steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch mit all seinen Bezügen. Es geht darum, dass er lernt, eigenverantwortlicher und bewußter sein Leben zu gestalten, so dass die Widerstandskraft gegen krankmachende Einflüsse wächst.  

Der Atem hat Zugang zu den tieferen vegetativen Steuerungsprozessen im Organismus. Er ist eine Art Vermittler zwischen dem somatischen und dem vegetativen Bereich.

Der gesamte Körper ist in unserem Gehirn abgebildet, und das Gehirn braucht permanent die körperliche Empfindung, um sich in seinem inneren Organisationsgehalt neu organisieren zu können. Voraussetzung dafür ist das Sich-Spüren-Können; denn wenn man sich selber spürt, bleibt man bei sich. Bewußtsein ist die höchste Form der Selbstorganisation. Das Gehirn ist jedoch nicht die Quelle, sondern die Schnittstelle für das Bewußtsein. Es geht darum, unser Empfindungsbewußtsein zu schulen. Das kann tiefgreifende Prozesse, Erkenntnisse und Emotionen auslösen. Jeder Gedanke und jede Emotion haben Einfluß auf unseren Atem, und je nachdem, wie wir wählen, unsere Erfahrungen wahrzunehmen, dementsprechend geht es uns.

In der Atembehandlung wird grundsätzlich Einfluß auf die "Organ"-isation genommen, nicht nur auf den Körper als äußere Gestalt. Die Organisation, die innere Struktur, das, was den Körper überhaupt lebendig macht, nennt man Leib. Diese Art von Atembehandlung ist keine Körpertherapie, sondern Leibtherapie. Körpertherapie ist z.B., wenn man sich schminkt. Jede Operation ist eine Körpertherapie in der Hoffnung, dass der Leib sich neu organisiert. Wir arbeiten auf der vitalen Organisation des Leibes. Das leib-seelische Wachstum des Menschen steht im Zentrum dieser Arbeit mit dem bewußt zugelassenen Atem. Wir lernen, uns zu spüren, unsere Atembewegung zu spüren, unsere Empfindung zu erleben, unsere Gefühle zu erfahren, und sie an die Unmittelbarkeit der Empfindung anzukoppeln.

Wir lernen unseren eigenen Atemrhythmus kennen, der gleichzeitig unserem Lebensrhythmus entspricht. Der eigene Atemrhythmus ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Er ist so einzigartig, wie jeder Mensch einzigartig ist. Und je mehr wir uns diesem Atemrhythmus annähern, desto mehr kommen verdeckte Möglichkeiten des Erlebens und Gestaltens zum Vorschein. Das fördert ein deutliches Mehr an Bewußtsein, Wahrnehmung und Stärkung der eigenen Persönlichkeit.

  

Atemtherapie kann

Atemwegs- und Herzfunktionen stärken

Durchblutung und Kreislauf fördern

Kopfschmerzen und Migräne lindern

chronische Schmerzen und Muskelverspannungen lindern

bei Erschöpfungszuständen beleben

 

 

 

Atemtherapie kann hilfreich sein bei

depressiven Verstimmungen

Nervosität / Stress / Angst / Unruhe

psychisch bedingten Magen- und Darmerkrankungen

Rückenbeschwerden

Schlaflosigkeit

Unterleibsbeschwerden und Klimakteriumsbeschwerden

 

 

Die Atemarbeit wirkt unterstützend während der Schwangerschaft und der Nachsorge.

Atemarbeit stärkt die Vitalität und Lebensfreude.

Die Arbeit mit dem Atem ist ein Entwicklungsweg.


Er richtet sich an Menschen jeden Alters, die bereit sind, sich mit sich selbst
auseinanderzusetzen und ihren Körper intensiver kennenlernen möchten.

 

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